09.10.2009
Ein Dämpfer zum Auftakt
Den Auftakt in die Basketball-Saison 2009/10 hatte man sich in Düsseldorf ganz sicher anders vorgestellt: Bei der ersten Partie unterlagen die GIANTS bei den New Yorker Phantoms Braunschweig deutlich mit 67:80. Schuld daran war vor allem eine katastrophale Trefferquote aus der Distanz. Lediglich zwei von 18 Dreipunktewürfen fanden am Freitagabend ihr Ziel. Für Gefahr sorgten auf Düsseldorfer Seite vor allem Brant Bailey (16 Punkte) und Koko Archibong (15), die jedoch zu wenig Unterstützung erhielten. Nun bleibt den Giganten eine Woche Zeit, um sich auf die nächste Partie in Trier (Freitag, 16. Oktober) vorzubereiten.
Im ersten Viertel der Partie übernahmen die Phantoms, angeführt von Nationalspieler Heiko Schaffartzik, mit einem 10:1-Start das Kommando. Achim Kuczmann sah sich schon nach vier Minuten zur ersten Auszeit gezwungen. Danach agierten die GIANTS konzentrierter und kamen auf 12:7 heran (7. Minute). Besonders auffällig agierte dabei vor allem Routinier Brant Bailey, der für den 17:12-Zwischenstand sorgte (9. Minute). Doch es war Braunschweigs starkem Neuzugang Brandon Thomas vorbehalten, den letzten Korb des Viertels aus der Weitdistanz einzunetzen. Mit einem 12:20 aus GIANTS-Sicht ginge es in die Viertelpause.
Eine Schrecksekunde erlebten die Zuschauer in der Volkswagen-Halle zu Beginn des zweiten Viertels: Nach einem unglücklichen Sturz blieb Phantoms-Center Yassin Idbihi lange auf dem Parkett liegen und musste zur Behandlung anschließend ins Krankenhaus gebracht werden. Verständlicherweise brachte dies die Phantoms etwas aus dem Konzept. Doch die GIANTS verpassten es, die Schwächephase zu nutzen. Es blieb beim Sechs-Punkte-Rückstand (27:21, 15. Minute). Zu diesem Zeitpunkt hatten die GIANTS noch keinen ihrer Dreipunktewürfe verwandelt – das sollte auch zur Halbzeit so bleiben (0 von 8). Dennoch steckte die Mannschaft nicht auf. Ganz im Gegenteil: Der jetzt stark aufspielende Koko Archibong dunkte nach Ballgewinn zum 25:27 aus Düsseldorfer Sicht! Doch wieder kannte Nationalspieler Schaffartzik nach einer Auszeit seines Teams die richtige Antwort – Braunschweig war in der 18. Minute wieder am Drücker (34:27). Die Halbzeitführung der Gastgeber (37:32) ging daher absolut in Ordnung.
Die zweite Halbzeit begann für die Giganten wieder unglücklich: Zunächst kassierte T.J. Carter sein drittes Foul, dann wurde Brendan Winters geblockt, ohne dass die Schiedsrichter das Goaltendig pfiffen. In der 24. Minute führten die Phantome daher schon mit 44:36. Kurze Zeit später stand es plötzlich 56:41 – Braunschweig war mit einem starken Zwischenspurt davon gezogen – Auszeit GIANTS (27. Minute). Doch am Bild änderte auch das Timeout von Achim Kuczmann nichts: Während bei den Phantoms nun jeder Wurf zu fallen schien, wollte den Giganten nicht mehr viel gelingen. Nach 30 gespielten Minuten stand es daher 63:48.
Die Geschichte des letzten Viertels war schnell erzählt: Braunschweig spielte sich, angefeuert von den über 3.500 Fans in der Volkswagen-Halle, in einen Rausch, die GIANTS punkteten nur noch von der Freiwurflinie. Dass sie die Saison mit einer Niederlage eröffnen würden, war Spielern, Trainern und den rund 15 mitgereisten Fans der Düsseldorfer Giganten zu diesem Zeitpunkt schon bewusst.
„Wir haben nur im Laufe der ersten Halbzeit eine Chance gehabt“, konstatierte Achim Kuczmann auf der anschließenden Pressekonferenz. „Braunschweigs Lauf mit einer hohen Quote von außen hatten wir nicht entgegenzusetzen. Wir haben heute unter unseren Möglichkeiten gespielt, was auch an Braunschweigs guter Verteidigung lag.“
Zuschauer: 3560
Die Viertel im Überblick: 20:12, 37:32, 63:48
Punkte für die GIANTS Düsseldorf: Winters (9), Geib (3), Archibong (15), B. Spöler, Carter (8), Bailey (16), Hartmann, Walker (14), Whiting (2), Cox, Kosmalski, Goddek
Punkte für die New Yorker Phantoms Braunschweig: Hicks (15), Thomas (13), Fox (8), Schaffartzik (15), Wysocki (2), Cain (2), Mittmann (7), Cielebak (7), Hamilton (8), Idbihi (3)


